Wessen Tote zählen?

Eine 85-jährige Richterin erhält den Friedensnobelpreis. Wenige Stunden später gerät das Gericht unter Druck, an dem sie einst saß. Der Preis wird zum Streitfall, und die Kinder von Minab drohen im politischen Streit aus dem Blick zu geraten.

Mansoureh Rahnama

Plakatdesign | No Again / Nie Wieder
70 x 100 cm | © Keith Kitz

Er wisse nichts über diese Frau, sagte Donald Trump über Navi Pillay, und niemand sonst wisse etwas über sie. Die Verleihung des Friedensnobelpreises an sie nannte er laut RTÉ eine Schande und einen „indelible stain” auf Norwegen. Dabei leitete Pillay das Ruanda-Tribunal, war Richterin am Internationalen Strafgerichtshof und verantwortete sechs Jahre lang die Menschenrechtsarbeit der Vereinten Nationen. Die Nachricht erreichte sie im Saal 600 des Nürnberger Justizpalasts, wo einst die Führer des nationalsozialistischen Staates vor Gericht standen. Sie soll gesagt haben, sie wolle die Meldung als Juristin erst überprüfen. Ein Preis verleiht Anerkennung, und wer ihn nicht bekommt, kann das als Zurückweisung empfinden.

Bemerkenswert ist nicht, dass ein Präsident sich um einen Preis betrogen fühlt. Bemerkenswert ist, was am selben Tag mit dem Gericht geschah, an dem Pillay einst Richterin war. Außenminister Marco Rubio nannte es ein „rogue court” und kündigte ein Verbot von Transaktionen mit ihm an, um seine Mittel zu beschneiden. In einem Video auf X sagte er, entweder beende der Strafgerichtshof seine Drohungen oder man beende den Gerichtshof. Washington werde ihn Stück für Stück abbauen, bis Amerikaner nicht mehr bedroht würden. Benjamin Netanjahu dankte ihm. Das Gericht sprach von einem Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit, und die Außenminister Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Kanadas, Japans, Dänemarks und der Niederlande widersprachen entschieden. Trump teilte einen Beitrag, der das Nobelkomitee für unrettbar blamiert und Pillay zur Gegnerin Amerikas und Israels erklärte. Am nächsten Morgen schrieb er, er habe acht Kriege beigelegt und trotzdem keinen Preis bekommen.

Die Sanktionen kamen nicht aus heiterem Himmel. Schon im Februar 2025 hatte Trump per Dekret den nationalen Notstand wegen des Gerichts erklärt. Im Juli schrieb Rubio im Wall Street Journal, Washington werde es notfalls „Stein für Stein” abtragen, und warnte, auch amerikanische Verantwortliche, denen internationale Verbrechen vorgeworfen würden, könnten ins Visier geraten. Er verwies auf den Aufruf einer Organisation, Iran solle das Gericht um Ermittlungen zum diesjährigen Krieg bitten, was die Organisation als falsche Darstellung zurückwies. Das Nobelkomitee hatte in seiner Begründung selbst auf die Lage verwiesen. Richter würden heute sanktioniert, ihre Institutionen angegriffen. Der Preis ist also eine Aussage, und Washington hat sie genau so gelesen. Wer ein Gericht trifft, bevor es ermitteln kann, entscheidet vorab, wessen Tote zählen.

Alfred Nobel legte in seinem Testament von 1895 fest, der Friedenspreis solle an den gehen, der am meisten oder am besten zur Verbrüderung der Völker, zur Abschaffung oder Verminderung stehender Heere und zur Förderung von Friedenskongressen beigetragen habe. Von Siegen ist dort nicht die Rede, und von Präsidenten, die sich selbst zu Friedensstiftern erklären, erst recht nicht. An diesem Maßstab fragt man nicht, ob einem die Preisträgerin sympathisch ist. Man fragt, ob Konflikte vor Gerichten ausgetragen werden oder mit Bomben.

Ein Preis, der nie unumstritten war

Der Streit um den Friedensnobelpreis ist beinahe so alt wie der Preis selbst. 1906 ging er an Theodore Roosevelt, der als Präsident Amerikas Macht ausbaute und zugleich den Krieg zwischen Russland und Japan beendete. Der Berater des Komitees schrieb einen ungewöhnlich kritischen Bericht über ihn, und schon Zeitgenossen fragten, ob das gerade unabhängig gewordene Norwegen sich mit einem mächtigen Freund gut stellen wollte. Ob Vermittlung genügt, wenn die Politik des Geehrten von militärischer Macht geprägt ist, steht seither im Raum.

1935 saß der deutsche Journalist Carl von Ossietzky im Konzentrationslager. Das Komitee zögerte, zeichnete ihn ein Jahr später aus, und die Reichsregierung protestierte. Hitler verbot Deutschen daraufhin, Nobelpreise anzunehmen. Konservative Zeitungen warfen Ossietzky vor, seinem eigenen Land zu schaden, und stritten darüber, ob Außenstehende sich in nationale Angelegenheiten einmischen dürfen. Das Argument kehrt heute wieder, wenn Washington dem Strafgerichtshof Zuständigkeit und Legitimität abspricht, sobald seine Arbeit amerikanische Interessen berührt. 1973 traten zwei Mitglieder des Komitees zurück, als Henry Kissinger und Le Duc Tho ausgezeichnet wurden, und Le Duc Tho lehnte den Preis ab. Dazu kommt die Frage, wie unabhängig ein Komitee urteilt, das vom norwegischen Parlament bestimmt wird und überwiegend aus früheren Politikern besteht. NobelPrize.org stellt sie selbst.

2009 erhielt Barack Obama den Preis, neun Monate nach seinem Amtsantritt. Die Nominierungsfrist war schon zwölf Tage nach seiner Vereidigung abgelaufen, geehrt wurden also Erwartungen. Soll ein Friedenspreis Versprechen würdigen oder Taten? Man kann Obamas Preis wohl am ehesten als Hoffnung lesen, dass er einlöst, was er verspricht. Später standen Drohnenangriffe und Kriege im Zentrum der Kritik, und in seinem letzten Amtsjahr warfen die USA nach Angaben des Council on Foreign Relations mindestens 26.000 Bomben in sieben Ländern ab, im Schnitt 72 am Tag. Aung San Suu Kyi, 1991 ausgezeichnet, verteidigte 2019 vor dem Internationalen Gerichtshof Myanmars Militär gegen den Vorwurf des Völkermords an den Rohingya, in genau dem Verfahren, in dem Pillay heute als Ad-hoc-Richterin sitzt. María Corina Machado, die Preisträgerin des Vorjahres, überreichte Trump im Januar ihre Medaille, und das Komitee musste klarstellen, dass der Titel nicht übertragbar ist. Ein Preis würdigt, was geschehen ist. Er garantiert nicht, was danach kommt.

Auch Irans eigene Preisträgerinnen werden in diesen Streit gezogen. Ihre Positionen sind differenzierter, als die öffentliche Auseinandersetzung erkennen lässt. Im Januar unterschrieb Shirin Ebadi einen Brief an Trump, in dem es hieß, alle Wege gegen die Repression seien in einer Sackgasse gelandet und ein Ausweg brauche internationale Hilfe. Der Deutschen Welle sagte sie, Washington könne gezielte Aktionen gegen Irans Führung erwägen, aber keinen Krieg, und wenige Tage später erklärte sie PBS, sie sei gegen Militärschläge, weil sie nur mehr Tote brächten. Nach Kriegsbeginn forderte sie ein Ende der Tötung von Zivilisten und sagte, Iran gehöre dem Volk, nicht der Islamischen Republik und nicht Trumps Drohungen. Ein Brief von 320 Aktivisten verlangt nun, ihrem Preis die moralische Gültigkeit abzuerkennen, weil sie Militäraktionen befürwortet habe. Man muss ihre Aussagen zusammen lesen, die Forderung nach internationaler Hilfe, den Gedanken an gezielte Aktionen gegen die Führung und die ausdrückliche Ablehnung eines Krieges. Narges Mohammadi, die den größten Teil von zwei Jahrzehnten im Gefängnis verbracht hat und in diesem Jahr erneut verurteilt wurde, rief zum Ende des Krieges auf und sagte, die Menschen zahlten den Preis. Eine Äußerung von ihr zu Minab habe ich nicht gefunden. Manche Iraner warfen beiden Frauen schon im vergangenen Jahr vor, die Forderung nach einem Waffenstillstand mit der nach dem Ende des Regimes zu verbinden, und lasen das als Deckung für Israels Angriffe. Andere sehen darin keinen Widerspruch. Die Kontroverse zeigt, wie schwer es ist, den Wunsch nach Wandel und internationaler Unterstützung von den Risiken einer militärischen Intervention zu trennen. Beide Frauen stehen unter Druck von zwei Seiten, von der Staatsführung, die sie verfolgt, und von einem Krieg, dessen Folgen die Bevölkerung trägt.

In diese Reihe gehört Navi Pillay, nicht als Heilige, sondern als Juristin, an der sich konkrete Fragen stellen lassen. Die Reaktionen auf ihren Preis verlaufen entlang bekannter Linien. António Guterres nannte ihn eine Würdigung aller, die das Völkerrecht verteidigen, Volker Türk sprach von einer verdienten Auszeichnung. Israels Außenministerium verurteilte die Entscheidung, und Netanjahu sagte laut CNN, das Komitee habe seinen „moral compass” verloren. Die einen sehen in dem Preis eine notwendige Stärkung des Völkerrechts, die anderen eine politische Entscheidung, die Fragen zu Pillays Unvoreingenommenheit offenlässt. UN-Watch wirft Pillay Voreingenommenheit vor und verweist auf einen Brief an Joe Biden von 2021 und darauf, dass sie 2022 einen Kollegen verteidigte, der von einer „jüdischen Lobby” gesprochen hatte. Das sind Vorwürfe einer Organisation, die den UN-Institutionen ausdrücklich kritisch gegenübersteht. Man kann sie deshalb weder ungeprüft glauben noch allein wegen ihrer Herkunft wegwischen. Man kann sie nachlesen.

Die frühere UN-Juristin Emma Reilly wirft dem Menschenrechtsbüro vor, Namen chinesischer Dissidenten an Peking weitergegeben zu haben. Die Vereinten Nationen bestreiten laut Irish Times nicht, dass Namen übermittelt wurden, wohl aber die Deutung. Ob Pillay davon wusste, habe ich in keiner verlässlichen Quelle gefunden. Reillys Vorwurf der Mitschuld am Völkermord ist eine Anschuldigung und kein Urteil. Offen bleibt, was in einer Institution geschieht, wenn Warnungen unbequem werden. Pillays Kommission warf Israel im September 2025 mehrere völkermörderische Handlungen vor, was Israel als verzerrt zurückwies. Die einen fragen, warum sie dafür zwei Jahre brauchte, die anderen zweifeln an ihrer Unvoreingenommenheit, wieder andere halten den Bericht für eine wichtige Dokumentation. Entscheiden wird der Internationale Gerichtshof und nicht ein Nobelpreis. Der iranische Ex-Richter Naser Kakhsaz begrüßte die Entscheidung des Komitees und bat Pillay zugleich, ebenso klar zu Hinrichtungen und Folter in Iran Stellung zu beziehen. Das ist ein guter Maßstab. Menschenrechte gelten für alle oder für niemanden.

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Was der Krieg hinterlässt

Für mich sind das keine Schlagworte. Ich bin im Iran geboren und aufgewachsen. Ich habe den Krieg mit dem Irak erlebt, die Sanktionen, die Bomben, die Chemiewaffen. Mein Bruder und meine Cousins waren in den letzten Kriegsjahren an der Front. Ich weiß, was sie durchmachen mussten und welche Wunden sie davontrugen. Viele wurden verletzt oder fielen. Wer überlebte, wurde später über die ganze Welt verstreut, vertrieben aus der Heimat und getrennt von der Familie und dem Leben, das er kannte. Der Krieg endete, seine Folgen blieben.

Der Irak setzte über Jahre an verschiedenen Frontabschnitten Chemiewaffen gegen den Iran ein. Bei iranischen Überlebenden dieser Angriffe sind Atemwegserkrankungen bis hin zu Asthma und ein erhöhtes Krebsrisiko medizinisch dokumentiert. Meine Mutter litt über mehrere Jahrzehnte an Asthma und später an Krebs. Beides waren Folgen des Krieges, und sie starb daran. Auch Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde wurden verletzt oder getötet. Ich habe nie aufgehört, den Krieg in ihrem Atem zu hören.

Seitdem frage ich mich, wer für dieses Leid die Verantwortung trägt. Wer spricht über die iranischen Opfer? Deutsche Firmen lieferten Anlagen, Chemikalien und Wissen, die zum Aufbau der irakischen Chemiewaffenproduktion beitrugen, und deutsche Staatsanwälte ermittelten später gegen mehrere von ihnen. Wer erinnert daran, dass hinter den Waffen auch Lieferketten und politische Versäumnisse standen? Eine ausdrückliche Entschuldigung Deutschlands kenne ich nicht. Gäbe es keinen Krieg, könnten die meisten Menschen dort bleiben, wo sie zu Hause sind. Familien wären nicht auseinandergerissen und Geschwister nicht über Kontinente getrennt. Deshalb lese ich die Worte Internationaler Strafgerichtshof nicht zuerst als Statut. Ich denke an die Frage, ob jemand zuhört, wenn Unrecht geschieht. Und ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn niemand zuhört.

Diese Geschichte gehört für mich nicht nur der Vergangenheit an. Die Folgen des Krieges, den meine Familie erlebt hat, sind Teil meiner Gegenwart. Wieder werden Menschen aus ihrem Alltag gerissen, wieder verlieren Familien ihre Angehörigen, wieder sterben Kinder in einem Krieg, den sie nicht gewählt haben.

Am 28. Februar, dem ersten Tag des diesjährigen Krieges, schlugen Tomahawk-Raketen in die Grundschule Shajareh Tayyebeh in Minab ein, und gleich danach ein zweites Mal. Irans Justizministerium nennt 168 Tote, identifiziert sind 156, darunter 120 Kinder und 26 Lehrerinnen, wie Drop Site News nach Gesprächen mit Überlebenden und Rettungskräften berichtet. Eine UN-Untersuchungsmission kam im September zu dem Schluss, die Schule sei das beabsichtigte Ziel gewesen und kein Kollateralschaden, die USA hätten zumindest leichtfertig gehandelt, und es gebe hinreichende Anhaltspunkte für ein Kriegsverbrechen. Trump beschuldigte zunächst Iran, später sagte er, Fehler passierten, Krieg sei hässlich. Eine Verantwortung haben die USA nach allem, was ich finden konnte, bis heute nicht übernommen. Am selben Tag traf eine Rakete eine Sporthalle in Lamerd, in der eine Mädchenmannschaft Volleyball trainierte. Nach Angaben der UN-Mission starben 22 Zivilisten, darunter Kinder. Berichten zufolge kam dabei eine Waffe zum Einsatz, die das US-Militär zuvor nie im Kampf eingesetzt hatte, was das Zentralkommando bestreitet. Eines der Mädchen, die Fünftklässlerin Elham, wollte Volleyballprofi werden. Ihr Vater hat es einer Reporterin erzählt.

Die Weltgesundheitsorganisation zählte im April im Iran rund 2.400 Tote und 3,2 Millionen Vertriebene. In Israel töteten iranische Raketen und Drohnen 24 Menschen. UNICEF meldet bis Ende Juli 386 getötete Kinder im Iran, räumt aber ein, dass diese Zahlen nicht abschließend überprüft sind. Im Januar hatte das Regime in Teheran auf die eigenen Bürger geschossen. Iran Human Rights mit Sitz in Norwegen hat mehr als 4.200 Tote namentlich dokumentiert, die Regierung selbst nennt 3.117, eine UN-Berichterstatterin sprach von mindestens 5.000. Mein Land wird von zwei Seiten zerrieben, von denen, die es beherrschen, und von denen, die es angeblich befreien wollen.

In Gaza wiederholt sich das Muster. Das dortige Gesundheitsministerium nannte für Juni mehr als 72.000 Tote, viele davon Kinder. Mehrere UN-Organisationen halten die Zahlen für glaubwürdig, Israel kritisiert, dass sie Kämpfer und Zivilisten nicht trennen. Beides ist wichtig, die Zahl und der Streit über ihre Zusammensetzung. Keines von beiden lässt die Toten verschwinden. Und keines dieser Kinder wurde gefragt, ob es für ein politisches Ziel sterben will.

Hannah Arendt sprach vom Recht, Rechte zu haben. Menschenrechte gelten nicht, weil ein Mensch zu unserem Lager gehört, sondern weil er ein Mensch ist. Das verlangt, bei den eigenen Verbündeten so genau hinzusehen wie bei den Gegnern, und Vorwürfe ernst zu nehmen, ohne sie mit bewiesenen Tatsachen zu verwechseln. An dem Tag, an dem in Nürnberg die Nachricht von Pillays Preis eintraf, geriet in Washington ein Gericht weiter unter Druck, das für die Verfolgung schwerster internationaler Verbrechen geschaffen wurde. Ob der Strafgerichtshof für Minab oder Lamerd zuständig wäre, ist rechtlich offen, denn weder Iran noch die USA sind Vertragsstaaten, und Israel ist es ebenfalls nicht. Bei Gaza liegt es anders, denn Palästina ist Vertragsstaat, weshalb der Strafgerichtshof dort bereits tätig geworden ist. Die Frage hinter dem Streit reicht aber weiter als die Zuständigkeit eines einzelnen Gerichts.

Ich denke an Elham und ihren Traum, an die Mädchen von Minab, an meine Mutter und ihren Atem. Die Geschichte des Friedensnobelpreises zeigt, dass die Anerkennung von Friedensleistungen immer umkämpft war. Die Geschichte meiner Familie zeigt, dass ein Krieg lange nach dem Ende der Kämpfe weiterwirkt. Dazwischen liegt die Frage, die diesen Text trägt. Wessen Leid wird anerkannt, wessen Verantwortung wird untersucht, und wessen Tote geraten aus dem Blick?

Frieden und Freiheit für alle bedeuten, die Würde von Menschen nicht nach ihrer politischen Zugehörigkeit zu bemessen.

 

Ein herzliches Dankeschön an Keith Kitz für das Design. Keith ist Associate Professor für Grafikdesign an der Suffolk University und gestaltet täglich ein Plakat, das von aktuellen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen inspiriert ist.

No Again markiert Tag 283 der Serie. Das Plakat entstand am 10. Oktober 2026, einen Tag nach der Bekanntgabe des Nobelpreises.